Das Projekt „Bach“ – Teil 1

Wenn man keinen Lehrer hat, der dich immer wieder vor neue Aufgaben setzt, ist es manchmal schwierig sich weiterzuentwickeln. Da hilft meistens der Griff zur Allzweckwaffe „Johann Sebastian Bach“.

Jeder Musiker, der in der Öffentlichkeit steht und auch nur ansatzweise erfolgreich ist, schwört auf den wohl bekanntesten Komponisten des 18. Jahrhunderts. Er hat mit seinem Werk Maßstäbe gesetzt. Nicht umsonst gilt sein zweiteiliges „Wohltemperiertes Klavier“ als das Alte Testament der Kompositionskunst.

Die „Sei Solo. a Violino senza Basso accompagnato.“, die auch als die 6 Sonaten und Partiten (BWV 1001-1006) bekannt sind, gehören zu den am häufigsten aufgenommenen Werken für ein Soloinstrument. Ich selbst habe insgesamt 25 verschiedene CDs auf denen mindestens ein Satz dieses Werkkomplexes zu hören ist.

Also warum brauch die Welt noch eine? Aufnahmen von Violinisten gibt es wie Sand am Meer. Jedoch haben sich erst zwei Mandolinisten diesen Kompositionen angenommen und eingespielt. Shmuel Elbaz aus Israel und Chris Thile aus den USA sind beide herausragende Musiker und ein Segen für die Kunst der Mandoline. Sie haben beide mit den jeweiligen CDs beachtliche Leistungen gezeigt, unterscheiden sich allerdings grundlegend im Mandolinenklang. Während sich der Ton von Elbaz standfest und gesetzt präsentiert, hat der von Thile eine gewisse Flüchtigkeit. Auch ihre Auffassung der Kompositionen ist verschieden. Da lohnt es sich also durchaus noch eine dritte CD eines Mandolinisten mit den 6 Sonaten und Partiten auf den Markt zu bringen.

Auf der ersten Aufnahme, die Ende 2017 erscheinen soll, wird folgendes Programm zu hören sein:

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

  • Sonate 1 g-Moll, BWV 1001
  • Partita 1 h-Moll, BWV 1002
  • Sonate 2 a-Moll, BWV 1003

Wie sich die Planung gestaltet und das Projekt voranschreitet, soll hier immer wieder beschrieben werden.


Bildquelle: http://www.npj.com/thefaceofbach/QCL08.html

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